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Sparkassenexperten informierten auf Einladung des Blinden- und Sehbehindertenvereins

Wie erledigt jemand mit Sehbehinderung im digitalen Zeitalter seine Bankgeschäfte? Wie bedient ein Mensch, der sehr schlecht sehen kann, einen Geldautomaten? Ratschläge zu diesen Fragen gaben Patrick Hötten, Leiter des Fachbereiches Mediale Kanäle der Sparkasse, und seine Mitarbeiterin, Christiane Köster, auf Einladung des Blinden- und Sehbehindertenvereins beim regelmäßigen Treffen in der AWO-Begegnungsstätte Boy.

 

Frank Pinnow, Pressesprecher der Sparkasse, stellte zunächst Herrn Fries und dann Herrn Hötten einige Fragen:

Herr Fries, Sie sind Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenvereins (BSVW) in Bottrop. Was macht Ihren Verein aus?

Wir treffen uns 14-tägig in der AWO-Begegnungsstätte Boy, Kraneburgstr. 50. Bei diesen Treffen geht es darum, die Vereinsmitglieder z. B. über die Nutzung von Hilfsmitteln zu informieren, über rechtliche Ansprüche der Behinderten aufzuklären und mit Rat und Tat den sehbehinderten Menschen zur Seite zu stehen. Aber auch die sozialen Kontakte sind enorm wichtig, um eine Vereinsamung zu verhindern.

Heute haben Sie einen Fachmann von der Sparkasse zum Thema Nutzung von modernen Medien eingeladen. Wie ist es dazu gekommen?

Für erblindete Menschen ist es ein Glücksfall, wenn man einen Geldautomaten in der Stadt hat, den man mit Unterstützung einer Sprachausgabe bedienen kann. Zwar ist auf vielen Tastaturen die Braille-Schrift vorhanden, sie beherrscht aber nicht jeder. Die fortschreitende Technisierung ist gerade für ältere Menschen schwierig – so macht die Bedienung eines Automaten mit einer Touchscreen-Funktion die Handhabung für uns fast unmöglich. Wir können die Veränderungen nicht aufhalten, sind aber auf Informationen und Tipps durch Experten angewiesen. Viele von uns fragen sich z. B., wie es funktioniert, wenn ich mir als blinder Mensch an der Supermarktkasse Bargeld auszahlen lassen möchte. Durch den höchst informativen Vortrag von Herrn Patrick Hötten und seiner Mitarbeiterin Frau Christiane Köster konnten solche Fragen beantwortet werden und vielen Zuhörern mehr Sicherheit gegeben werden.

Herr Hötten, Bankgeschäfte muss jeder Erwachsene abwickeln. In den letzten Jahren hat es auch in diesem Bereich große Veränderungen gegeben – Stichwort Digitalisierung. Welche Themen sind für erblindete Menschen bzw. Menschen mit Sehbehinderung relevant?

Ich habe in meinem Vortrag einen großen Bogen geschlagen, angefangen von der Versorgung mit Bargeld über die Bedienung von SB-Geräten in der Sparkasse bis hin zu barrierefreiem Internet. Ganz wichtig für diese Menschen sind die Serviceleistungen unseres KundenServiceCenters. Da kann man z. B. telefonisch Überweisungen durchgeben, Kontostände und -umsätze erfragen, aber auch Daueraufträge einrichten oder ändern. Gerade diese Services sind für Menschen mit Sehbehinderung oder auch für ältere Menschen ein großer Gewinn. Das wurde bei dieser Veranstaltung besonders deutlich.

Sie leiten seit fast zwei Jahren das KundenServiceCenter der Sparkasse und sind für die Internetfiliale zuständig. Für Sie gehört so eine Veranstaltung auch nicht zum Alltagsgeschäft.

Das stimmt. Es war für mich eine spannende Erfahrung. Zunächst muss man versuchen, sich in die Situation eines sehbehinderten Menschen hineinzudenken. Dann kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass Dinge, die für mich vielleicht ganz selbstverständlich sind, für Menschen mit Sehbehinderung gar nicht möglich sind. Es hat mir ganz viel Freude gemacht, den Zuhörern praktische Tipps zu geben, die ihnen den Alltag in dieser Hinsicht etwas erleichtern. Ich habe bereits einen Termin mit Herrn Fries vereinbart, bei dem wir in unserem SB-Bereich die Bedienung eines Geldautomaten mit Sprachausgabe ausprobieren werden.

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